Uckermark: Auf den Spuren der Steinzeit

Mit Ucki unterwegs zu den Ureinwohnern Mitteleuropas

Reise in die Vergangenheit

Der Weinberg in Groß Fredenwalde (Uckermark) hat in den vergangenen knapp 60 Jahren Geheimnisse preisgegeben, die unter Forschern als Sensation gelten: Wissenschaftler sind hier – im Nordosten Brandenburgs – bei Ausgrabungen auf einen 8.500 Jahre alten Bestattungsplatz gestoßen und damit auf Spuren aus der Steinzeit, die als erste Epoche der Menschheitsgeschichte gilt.

Der Kultur- und Heimatverein Groß Fredenwalde macht diese Entdeckungen aus der frühesten Geschichte der Uckermark auf verschiedene Weise für die Öffentlichkeit zugänglich und damit die Steinzeit für alle Alters- und Interessengruppen zu einem informativen Erlebnis. Sie sind eingeladen Ucki, einem Steinzeitjungen aus der Uckermark, zu folgen und sich auf eine unterhaltsame Reise in die Vergangenheit zu begeben.

Willkommen in der Steinzeit, willkommen in Groß Fredenwalde!

„Deutschlands ältestes Baby in Brandenburg entdeckt,“ Berliner Morgenpost
„Befund Nr. 8 ist archäologische Sensation,“ Südwest Presse
„Ältester Friedhof Deutschlands entdeckt,“ Die Zeit
„8.000 Jahre alte Überreste gefunden“ Berliner Zeitung

Ucki - der Steinzeitjunge

Die Funde auf dem Hügel bei Groß Fredenwalde haben es bewiesen: Hier lebten in der Steinzeit Jäger und Sammler. Die Art der Bestattungen und Grabbeigaben wie Knochenspitzen und Flintmesser erzählen viele Geschichten. Den Besuchern erzählt sie Ucki – ein Junge, der in dieser Zeit lebte.

 

Wer ist Ucki?

 

Ucki liebt Experimente mit und in der Natur, geht mit den Großen auf die Jagd und weiß viel über den Umgang mit Naturmaterialien, das Entfachen des Feuers, Zähmen von Hunden, Sammeln von Pflanzen und alles, was er zum Überleben in der Steinzeit brauchte. Ucki begleitet Sie auf Ihrer Entdeckungsreise und freut sich auf Ihren Besuch.

Groß Fredenwalde in der Uckermark

Groß Fredenwalde ist ein beschauliches Dorf inmitten der Uckermark. Ein Ort, reich an Steinen – dafür haben die Gletscher der letzten Eiszeit gesorgt. Und reich an Steinzeit, deren Zeugnisse uns unsere Vorfahren hinterlassen haben. Seit 1962 hat der Weinberg bereits einige Geheimnisse preisgegeben – sicher werden Forscher dafür sorgen, dass weitere folgen.

Hier fanden sich aus der Mittelsteinzeit (ca. 6.500 v. Chr.) die frühesten Bestattungen in der Uckermark. Von der Bronze- und Eisenzeit „berichtet“ zwischen Gerswalde und Groß Fredenwalde ein Hügelgräberfeld. Und auch  in der nachfolgenden Zeit bis ins 6. Jahrhundert war Groß Fredenwalde besiedelt.

 

Die Uckermark ist eine Region mit einer langen und bewegten Geschichte. Sie liegt im Nordosten Brandenburgs, rund 80 Kilometer von Berlin entfernt und grenzt an Mecklenburg-Vorpommern im Norden und an Polen im Osten. Gleich drei Großschutzgebiete, drei reizvolle Nationale Naturlandschaften, sind eingebettet in die hügelige Landschaft: der wasserreiche Naturpark Uckermärkische Seen, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem Buchenwald Grumsin, der zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, und der Nationalpark Unteres Odertal, Deutschlands einziger Flussauennationalpark. Die Uckermark ist mit 3.000 Quadratkilometern größer als das Saarland und gehört zu den am dünnsten besiedelten Gegenden Deutschlands.

 

Eine Reise hierher, wo die Uhren etwas langsamer zu gehen scheinen, lohnt sich für alle, die auf der Suche nach Ruhe und Weite, auf der Suche nach Entdeckungen abseits ausgetretener Pfade und Massentourismus sind. Sie lohnt sich für alle, die unterhaltsam und informativ mehr über die Zeit vor rund 8.000 Jahren erfahren wollen. Die Zeit, als Jäger und Sammler über die Hügel des Landstriches zogen, der heute Uckermark heißt. Alle, die sich auf einen Ausflug in die Steinzeit begeben wollen.

 

Was verraten die Steinzeit-Funde?

Die Wissenschaftler des Grabungsteams um Professor Thomas Terberger sind sich einig, das in Groß Fredenwalde gefundene „älteste Gräberfeld Deutschlands“ wird „unser Wissen über die Mittelsteinzeit revolutionieren“.

 

In der archäologischen Fachwelt ist Groß Fredenwalde seit 1962 als wichtiger Fundplatz bekannt. Bei Bauarbeiten auf dem Weinberg waren damals zufällig gut erhaltene Skelettreste entdeckt worden, die aufgrund von Beigaben wie Tierzahnanhängern und rot gefärbter Erde als steinzeitliche Beisetzung identifiziert wurden. 30 Jahre später konnten die Überreste mit speziellen Untersuchungsmethoden in die späte Mittelsteinzeit (7. Jahrtausend v. Chr.) eingeordnet werden. 2012 hat ein Team um Professor Terberger die Forschungen am Fundplatz wieder aufgenommen. Bei Nachuntersuchungen in der alten Baugrube wurden überraschend mindestens drei weitere Bestattungen entdeckt. Die neuen menschlichen Überreste sind nicht nur ausgezeichnet erhalten, sondern die Gräber liefern auch Belege für außergewöhnliche Bestattungen. Im Jahre 2014 konnte ein Kleinkindgrab geborgen werden, das zu den ältesten Babybestattungen Mitteleuropas gehört. In einem weiteren Grab wurde offensichtlich ein junger Mann in aufrecht stehender Position beigesetzt. Diese ungewöhnliche Beisetzungsform ist in Mitteleuropa einzigartig.

 

Die bislang entdeckten Gräber gehören nach ersten Untersuchungen zur mittelsteinzeitlichen Urbevölkerung, die als Sammler-Jäger-Fischer in der gewässerreichen Region der heutigen Uckermark lebten. Die Gräber wurden in der Zeit vor und nach der Ankunft der ersten Bauern der Linienbandkeramik um 5.300 v. Chr. angelegt. Nach neuen Forschungen sind die sogenannten Linienbandkeramiker nach Mitteleuropa eingewandert und in der Uckermark existierten im späten 6. und im 5. Jahrtausend v. Chr. über Jahrhunderte zwei Populationen mit unterschiedlichen Lebens- und Wirtschaftsweisen nebeneinander. Schon jetzt ist klar, dass es sich um ein bewusst angelegtes Gräberfeld handelt – ein Novum in dieser Zeit und ein Fakt, der auf Anfänge von territorialem Denken hinweist. Damit spielt der Fundplatz für die Forschungen zur Mittelsteinzeit und die Phase der Einführung und Etablierung der Landwirtschaft in Mitteleuropa eine herausragende Rolle.

Mit Ucki die Steinzeit erleben

Uckis Mobile Steinzeitwerkstatt

für Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter oder für Gruppen mit Geschichts- und Experimentier-Interesse von 6 bis 99 Jahre.

Mit Uckis Mobiler Steinzeitwerkstatt erleben Sie,  wie unsere gemeinsamen Vorfahren lebten. Fünf verschiedene Themenkisten machen die Mittelsteinzeitfunde aus Groß Fredenwalde lebendig und diese Zeit nacherlebbar:

Kiste 1: UCKIS STEINZEIT & die FORSCHER: War die Steinzeit steinreich? Wie werde ich Forscher? Was passiert bei Ausgrabungen? Buddeln und forschen macht Spaß!

Kiste 2 UCKIS STEINZEIT, das FEUER & der SPEISEPLAN: Feuer ohne Feuerzeug? Mittelsteinzeit-Menü: was sammle ich heute? Gab es bereits Zahnbürsten und Steinzeit-Sprite?

Kiste 3 UCKIS STEINZEIT & die KULTUR: (Kunst & Schmuck) Höhlenbilder herstellen, Kunstwerke aus Ton kreieren, Schmuckanhänger aus Tierzähnen, Muscheln & Schnecken fertigen.

Kiste 4 UCKIS STEINZEIT & die JAGD mit WAFFEN: Wie funktionieren die Waffen und Speere? Welche Strategie gab es? Wer wurde wie gejagt? Wo waren Mammut und Säbelzahntiger?

Kiste 5 UCKIS STEINZEIT & die MODE: Mit Knochenahlen & Knochennadeln geht es kreativ ans Leder. Ich fertige Zunderbeutel und nähe Kleidung mit echtem Steinzeitgarn.

Jede Kiste ist ausgestattet für eine Klasse oder Gruppe mit ca. 20 Personen. Sie enthält alle Informationen und Materialien, Werkzeuge und Schaumaterial, die Forscher für die Steinzeitausgrabungen benötigen.

Und so funktioniert es:

Entweder besuchen die interessierten Gäste den Ausgrabungsort Groß Fredenwalde – sie können hier auch bequem übernachten – und buchen die Themenkisten direkt vor Ort.

Oder Interessenten holen sich – z.B. für die Schule – UCKIS Mobile Steinzeitwerkstatt in Groß Fredenwalde ab und bringen sie im Anschluss wieder zurück.

Nähere Informationen und Konditionen unter: 039887/697730.

Hier können Sie Uckis mobile Steinzeitwerkstatt bestellen.

Bitte beachten: Nur nach vorheriger Anmeldung und Bestätigung möglich!

Führungen und Wanderungen

Willkommen in der Mittelsteinzeit!

Ein besonderes Erlebnis in Brandenburg: Wandern Sie auf den Spuren unserer Vorfahren, wandern Sie in die Steinzeit. Das ist nicht nur für Familien und Kinder ein besonderes Erlebnis, sondern begeistert Besucher jeden Alters. Sie können geführte Wanderungen auf den Spuren der Steinzeit erleben, bei denen es einige Überraschungen gibt. „Begreifen“ Sie die Steinzeit: Probieren Sie Feuersteine aus, fassen Sie Tierfelle an – und vergessen Sie an steinzeitlichen Plätzen einfach mal die Zeit. Und mit einem Willkommenstrunk aus der Steinzeit fängt alles an…

Das Angebot richtet sich an Reisegruppen (Busunternehmen), Kultur-, Archäologie- und Geschichtsinteressierte (Auch Gutscheine für besondere Anlässe können erworben werden.),Individualtouristen, Betriebe und Firmen (Betriebsausflüge), Schulklassen, Vereine und Verbände.

Sie erleben Vorträge mit zielgruppenspezifischen Informationen. Nennen Sie Ihren Wunschtermin und den zeitlichen Rahmen und alles Weitere wird für Sie organisiert.

Fachkundige Wanderführer begleiten Sie auf Ihren spannenden Wegen.

Informationen und Konditionen unter: 039887/697730

Vortrag mit Uckermärker Picknickkorb

Wenn Sie auf unterhaltsame und informative Weise mehr über Uckis Steinzeit und alles Weitere von diesem besonderen Zeugnis der Steinzeit in Brandenburg erfahren möchten, empfiehlt sich ein Vortrag. Ab zehn Personen können Sie dieses Angebot buchen, weitere Informationen erhalten Sie gern auf Nachfrage. Und da auch die Liebe zu einer so spannenden Region durch den Magen geht, bietet sich  als Ergänzung der Uckermärker Picknickkorb mit regionalen Spezialitäten an. Bestellen Sie den Uckermärker Picknickkorb mit regionalen Spezialitäten und genießen Sie Ihren Steinzeitvortrag.

Machen Sie Ihren Ausflug in die Steinzeit zu einem besonderen Erlebnis mit der Familie, mit Freunden oder Geschäftspartnern. Als Tagestour aus Berlin und Brandenburg, als Betriebsausflug, Gruppenreise oder für besondere Anlässe.

 

Buchungen und Informationen unter 039887/697730.

 

 

Sponsoren & Partner

Wissenschaft rund um den Fundplatz:

 

Prof. Dr. Thomas Terberger, Leiter der archäologischen Ausgrabung

Andreas Kotula M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter
Dr. Bettina Jungklaus, Anthropologin
Prof. Dr. Thomas Schenk, HTW Berlin
Prof. Dr. Franz Schopper, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum,
Direktor und Landesarchäologe
Untere Denkmalschutzbehörde, Prenzlau

Ehrenamtliche Akteure:

Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Groß Fredenwalde e.V.
Betterplace Ehrenamt
Andreas Hoffmann
Peter Koppatz
Serena Stelitano
Stanislaw Solski
Torsten Worm

Ucki braucht ein starkes Team

Geocaching: Per GPS in die Steinzeit

Ein unterhaltsamer Ausflug in die Steinzeit geht nicht nur mit Feuersteinen, sondern auch mit moderner Technik. Unter dem Namen: „Steinzeit, Slawen, Gutsdorf: Groß-Fredenwalde“ gibt es hier einen spannenden Multicache, der viel über den Ort und die Steinzeit verrät. Knobeln und Raten sind gefragt … Viel Spaß beim Geocaching in die Vergangenheit.

Beginn bei: N 53° 07.762′ E 013° 47.620′

 

Den Groß Fredenwalder Multicache findet Ihr bei: Geocaching.com und Opencaching.de

Spenden

Ihnen gefällt, was Sie über Ucki und das besondere Steinzeiterlebnis in Groß Fredenwalde gelesen haben? Der ehrenamtlich arbeitende Verein freut sich über Ihre Unterstützung. Die Mittel fließen direkt in den Aufbau des neuen Uckis Steinzeiterlebnisraumes in Groß Fredenwalde (Alte Feuerwehr). Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Sie erhalten zeitnah Ihre Spendenquittung

Spendenkonto:

 

Kultur- und Heimatverein Groß-Fredenwalde e.V.

Sparkasse Uckermark

BIC WELADED1UMP

DE 36 1705 6060 3571 0019 57

Essen und Übernachten

Steinzeit macht hungrig … Für angemeldete und bestätigte Gruppen ab 10 Personen gibt es beispielsweise einen Steinzeit-Vortrag mit Kaffee und frischem Kuchen. Auch ein köstliches regionales „Steinzeitbuffet“ mit Uckis Birkenwasser und Uckis Steinzeitbrot ist etwas Besonderes.

Für alle Interessierten gibt es spezielle Erlebnis-Angebote!

Vorherige Anmedlung und Terminbestätigung ist erforderlich:

Kultur- und Heimatverein Groß Fredenwalde e.V.

Groß Fredenwalde 32a

17268 Gerswalde

Tel: 039887/697730

willkommen@steinzeit-ucki.de

Sie möchten in Groß Fredenwalde übernachten?

Groß Fredenwalde bietet verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten an:

www.gross-fredenwalde.de

Wie kommen Sie nach Groß Fredenwalde?

von Berlin-Lichtenberg bis Wilmersdorf (Warnitz) über Angermünde (Uckermark), weiter mit dem Bustransfer oder per Rad.

über die Autobahn A11, Abfahrt Pfingstberg über Stegelitz oder die B109 Abfahrt Milmersdorf in Richtung Götschendorf, Temmen, Willmine nach Groß Fredenwalde.

Reisebusse fahren entweder zur Herberge vor oder zum Parkplatz hinter dem Stallmuseum. Nach Ausstieg der Gäste bitten wir Sie, den Bus auf dem Parkplatz hinter dem Stallmuseum zu parken.

Groß Fredenwalde liegt am Punkt 64 des Knotenpunktsystems für die Uckermark, den Barnim und Oberhavel und ist u.a. über einen Abstecher vom Uckermärkischen Radrundweg von Flieth aus (Knotenpunkt 65) gut zu erreichen.

KONTAKT

Telefon: 039887/697730

Fax: 039887/697731

Groß Fredenwalde

17268 Gerswalde

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